Radiograph of a Family

Dokumentation IR-NR 2020 82′
Regie: Firouzeh Khosrovani
Sprachen: Farsi, Französisch mit englischen Untertiteln

Firouzeh Khosrovani, die Tochter eines säkularen Vaters und einer gläubigen Mutter, erzählt die Geschichte ihrer Eltern. Anhand von Fotos, Briefen, Videos und fiktiven Gesprächen erschließt sich uns eine europäisch-iranische Liebes- und Lebensgeschichte: Der unternehmungslustige Vater Hossein, ein Radiologie-Student, holt die traditionell aufgewachsene Mutter Tayi in die Schweiz. Dort fühlt sie sich nie so richtig wohl – erst zurück im Iran, in den Jahren der Revolution findet sie zu eigener Tatkraft. Das Paar entfremdet sich immer mehr voneinander, die gemeinsame Wohnungseinrichtung, ehemals ein west-östliches Sammelsurium, wird zusehends karger.

Das Familienporträt wird zum Röntgenbild der Gesellschaft, zum Sinnbild der modernen iranischen Identität.

Für ihren sensiblen, bewegenden und künstlerisch gestalteten Film erhielt Khosrovani auf dem Amsterdamer Dokumentarfilmfestival IDFA den Preis für den besten Langfilm und den ReFrame-Award für die überzeugendste Nutzung von Archivmaterial.

Ticketpreise
Preis pro Film: 5,50€*
Die Tickets können auf der Streaming-Seite erworben werden. Die Filme können ab dem 10.6. bis zum 27.6. gekauft und sofort gestreamt – also online gesehen – werden. Sie stehen nach dem Kauf 48 Stunden zur Verfügung. Die Abrechnung erfolgt über Rushlake Media.

Ein Festivalpass kann für 35 €* per E-Mail erworben werden. Sie erhalten eine Zahlungsanweisung des Allerweltskinos sowie 10 Gutscheincodes, mit denen Sie die Filme auf der Streaming-Seite bezahlen können.

* inkl. Gebühren

Trailer

Regisseurin

Firouzeh Khosrovani, geboren in Teheran, studierte Kunst in Italien und Journalismus in Iran. Ihr Debüt als Filmemacherin gab sie mit “Life train“ (2004), das die „Spiel“-Therapie für die nach einem verheerenden Erdbeben traumatisierten Kinder von Bam behandelt. „Rough cut“ (2007) über verstümmelte Schaufensterpuppen gewann dreizehn Preise bei internationalen Dokumentarfilmfestivals, gefolgt von „Cutting off“ (2008), einer Installation und Videoarbeit für die Triennale di Milano. „1001 Irans“ (2010) thematisierte das internationale Bild des Irans. „Espelho meu“ (2011), eine Gemeinschafts-Produktion mit drei Filmemacherinnen über das Konzept der Schönheit und die körperliche Erscheinung von Frauen, erhielt auf der Documenta Madrid den Preis für den besten nationalen Dokumentarfilm. 2012 führte sie Regie bei „Iran, unveiled and veiled again“, produziert vom Istituto Luce in Rom.

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